Diese Duette für Violine und Viola oder für zwei Violen sind Bearbeitungen der frühesten Klavierstücke von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Genialität des großen Komponisten wird schon hier deutlich erkennbar.
Die leicht abgewandelten Originalkompositionen eignen sich durchaus gut für das Spiel in dieser Besetzung, da die sehr schöne melodische Linienführung dem natürlichen Charakter eines Melodieinstruments wie der Geige oder der Bratsche sehr entgegenkommt. Werden diese Stücke gut gespielt, so stehen sie unserer Ansicht nach der originalen Ausführung auf dem Klavier kaum nach. Lediglich zwei Stücke, die Menuette KV 5 und KV 15 i, weisen stark auf die ursprüngliche Klavierfassung hin und sind für Streichinstrumente nicht ganz so dankbar. Der Vollständigkeit halber wurden sie trotzdem in der Sammlung belassen.
Der Tonraum der Originalstücke ist meist nicht allzusehr nach unten hin ausgedehnt, so daß die gelegentlich notwendig werdende engere Stimmführung ohne weiteres vertretbar ist. Sie klingt von Natur aus auf zwei Streichinstrumenten besser als auf dem Klavier.
Wichtig ist außerdem, daß diese Mozart-Stücke im Original zweistimmig gehalten sind, von verhältnismäßig wenigen Akkorden abgesehen. Aus diesem Grund war es in der Regel nicht nötig, die Werke allzusehr ausdünnen zu müssen, da im einfachen Streicherduo ja in der Regel nur zwei Stimmen zur Verfügung stehen. Die nicht selten anzutreffende Verfremdung der harmonischen Struktur eines Werkes ließ sich so weitestgehend vermeiden.
Da die Stücke nicht übermäßig schwer sind, können sie auch sehr gut zur Ergänzung im Unterricht verwendet werden. Aus diesem Grund wurden die Stücke, wenn nötig, vorwiegend in die für die Geige und Bratsche dankbaren Tonarten G-, D- und A-Dur transponiert. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Kinder und Jugendliche ausgesprochen gerne Mozart-Werke spielen wollen.